
Das Varathans25 in Sursee verbindet Rooftop-Ambiente mit asiatischem Flair
Er begann ganz unten und ist heute hoch oben angekommen: Der seit Jahrzehnten erfolgreiche Luzerner Gastronom Varathan hat über den Dächern Sursees sein neues Lokal eröffnet. Die Räumlichkeiten gestaltete er ganz nach seinen Wünschen – dank eines grosszügigen Verpächters und der Fachkompetenz der beck konzept ag.
Schon als Kind wollte Varathan hoch hinaus. Vor wenigen Monaten konnte er sich seinen Traum erfüllen – und das wort- wie auch sprichwörtlich. Im vergangenen Oktober eröffnete Varatharajah Niththiyabhavanantham – so sein vollständiger Name – zusammen mit seiner Frau Tharanie die Rooftop-Bar Varathans25 im luzernischen Sursee. Im obersten Stock eines erst kürzlich fertiggestellten Gewerbegebäudes erwartet die Gäste aber weitaus mehr als eine Bar: eine grosszügige Dachterrasse mit Blick auf die Luzerner Voralpen, ein stilvolles Restaurant mit ebensolcher Aussicht, einen separaten Bereich, der sich auch als Konferenzraum nutzen lässt, sowie eine Zigarrenlounge. All dies in einem edlen Ambiente mit asiatischem Touch.
Der Weg, den Varathan bis hierhin zurückgelegt hat, war lang. Als Kriegsflüchtling kam der damals 19-Jährige 1991 aus Sri Lanka in die Schweiz, wie er heute an einem der hellbraunen Holztische seines neuen Restaurants erzählt. Die Gäste sitzen hier auf bequem gepolsterten, marineblauen Lederstühlen mit weichen Lehnen. Im Kanton Aargau begann Varathan seine gastronomische Karriere als Tellerwäscher und blieb rund 15 Jahre in diesem Betrieb tätig. Schrittweise übernahm er in der Küche immer mehr Aufgaben, bis er schliesslich zum Küchenchef ernannt wurde. Eine formelle Kochausbildung hat Varathan bis heute nicht durchlaufen.
2004 nahm er am Kochwettbewerb der Gastro- und Hotellerie-Fachmesse Zagg teil und holte sich den Tages- sowie den Gesamtsieg. Das Erfolgserlebnis, das ihm auch eine gewisse Präsenz in den Fachmedien einbrachte, führte zum nächsten Karriereschritt. «Es motivierte mich, mich selbstständig zu machen.» Ein Jahr später hatte er das Vorhaben umgesetzt.
«Entstanden ist ein Innendesign mit Merkmalen aus verschiedenen Regionen Südostasiens und Fernosts – parallel zu Varathans Küche, die ebenfalls von mehreren Kulturen inspiriert ist.»
Millionenumsatz im Luzerner Hinterland
Zusammen mit seiner Frau, die um jene Zeit ihr erstes Kind zur Welt brachte, begann Varathan im Gasthaus St. Wendelin im luzernischen Wauwil zu wirten. Jahrelang taten sie dies erfolgreich und erzielten einen Jahresumsatz von bis zu 1,5 Millionen Franken. Trotz des Erfolgs war nach gut neun Jahren die Zeit gekommen, die nächste Stufe der Karriereleiter zu erklimmen. Im unweit entfernten Sursee eröffnete Varathan das erste Restaurant, das seinen Namen trug: Varathans.
Er führte das Lokal im Industrie- und Gewerbegebiet von Sursee rund zehn Jahre lang. Doch Varathan träumte davon, ein Rooftop-Lokal zu eröffnen. Als er 2024 erfuhr, dass an der Kavalleriestrasse 2 ein neues Gebäude entstehen sollte, sah er seine Chance: Im fünften Stock des damals noch im Bau befindlichen Gewerbekomplexes FlexA2 wollte der heute 55-Jährige künftig seine Gäste bewirten.
Das Gebäude ist das Werk des Surseer Unternehmers Bruno Frey. Der einstige Inhaber einer Recycling-Firma konnte den Bau direkt neben dem Anschluss an die Autobahn A2 vor rund einem Jahr eröffnen. Auf knapp 9000 Quadratmetern sind hier diverse Unternehmen eingemietet. Im Erdgeschoss und in Teilen des ersten Stocks befindet sich eine Mercedes-Vertretung. Um Bruno Freys Anspruch gerecht zu werden, den Mietern auch ein gewisses Prestige zu bieten, erwies sich Varathans Idee eines Rooftop-Lokals mit asiatisch-schweizerischem Restaurant als Ideallösung.
Es war ein gemeinsamer Bekannter, der Bruno Frey und Varathan zusammenbrachte. Schon beim ersten Treffen besiegelten sie ihr Vorhaben per Handschlag, erzählt Varathan. «Als ich den Rohbau gesehen habe, stand meine Entscheidung fest. Ich musste nicht lange überlegen.»
Ein grosser Vorteil für Varathan und seine Frau Tharanie: Sie konnten den Innenbereich ihres Restaurants nach ihren Vorstellungen gestalten lassen – auf Kosten des Eigentümers Bruno Frey. Und dieser wusste ebenfalls von Beginn weg, wer für die Innenausstattung als einzige Option infrage kommt: die beck konzept ag im wenige Autominuten entfernten Buttisholz.
Bruno Frey war bereits von den ersten Entwürfen begeistert. «Das sah alles sehr stimmig aus.» Beide Parteien stellten schnell fest, dass ihre Vorstellungen in die gleiche Richtung gehen. «Das hat einfach gepasst», sagt Bruno Frey. «Und das schon nach der ersten Sitzung», erinnert sich Jeannine Müller, Co-Geschäftsleiterin bei beck konzept und federführend für die Innengestaltung des Varathans25, die sie vor allem zusammen mit Varathans Frau Tharanie plante.
«Wir sind mit dem Endergebnis rundum zufrieden und schätzen es, dass beck konzept auch nach Abschluss der Arbeiten jederzeit für unsere Anliegen da war.»
Vollmondnacht gibt die Richtung vor
«Entstanden ist im fünften Stock an der Surseer Kavalleriestrasse 2 ein hochkarätiges Innendesign mit zahlreichen Merkmalen aus verschiedenen Regionen Südostasiens und Fernosts – parallel zu Varathans Küche, die ebenfalls von mehreren Kulturen inspiriert ist», erläutert Jeannine Müller das Konzept. Im Zentrum der Gestaltung steht aber ganz klar der Mond, der in Sri Lanka eine besondere Bedeutung hat und auch das Logo prägt. «Mit den Farben, Texturen, Strukturen und Materialien wollten wir die Stimmung einer Vollmondnacht einfangen.» Neben dem gediegenen Restaurantbetrieb finden im Vara-thans25 auch Partys statt.
Für die Einrichtung bedeutet dieser Einfluss: erdige Töne mit einzelnen Farbtupfern, fernöstliche Muster auf Stoffen und an den Wänden sowie Gold als Akzent. Vor dem Saal trifft man zudem auf japanische Gestaltungselemente: sogenannte Shoji-Wände, die aus vielen rechteckigen Holzrahmen und hellem Papier bestehen. Im Varathans25 kommt allerdings ein stabileres Material als Papier zum Einsatz. Hier dienen die Shoji als mobile Trennwände, mit denen sich der dahinterliegende Saal beliebig unterteilen lässt. Dort können Seminare, Essen für geschlossene Gesellschaften oder andere Veranstaltungen stattfinden.
Im Saal fällt auf: Den Verkehr auf der direkt darunterliegenden Autobahn nimmt man höchstens als leises Rauschen wahr, das in Anwesenheit einer grösseren Personengruppe vollständig untergehen dürfte. Gleiches gilt für den Hauptbereich des Restaurants: Lärmschluckende Deckenelemente, Vorhänge und nicht zuletzt die Polsterung der Sitzmöbel sorgen für einen angenehm gedämpften Geräuschpegel – selbst wenn alle 150 Plätze besetzt sind.
Gäste möchten Möbel kaufen
«Wichtig war uns auch, dass die Einrichtung nicht kitschig, sondern elegant und modern wirkt», sagt Jeannine Müller. Die verschiedenen Farben und Stoffe wirken im Gesamtkonzept mutig und genau das macht ihren Reiz aus. Das Spiel mit feinen Details und unterschiedlichen Materialien verleiht dem Raum eine modern-asiatische Note. Besonders schön zeigt sich dies an der sieben Meter langen Bar mit mattschwarzen Keramikplatten und dezent geformten Goldelementen. Das Farbkonzept in Dunkelblau und erdigen Tönen setzt sich bei den Barhockern fort.
Viele Möbel lässt beck konzept in der hauseigenen Schreinerei anfertigen und kann dadurch individuell auf die Wünsche der Kundschaft eingehen. Was nicht inhouse hergestellt wird, bezieht Jeannine Müller bei ausgewählten Möbelproduzenten im In- und Ausland. Die Auswahl im Varathans25 kommt bei den Gästen offensichtlich sehr gut an. «Sie fragen immer wieder, wo sie dieses oder jenes Möbelstück kaufen können», erzählt Varathan.
«Bei beck konzept stimmen Preis und Top-Leistung perfekt zusammen.»
Positiv fällt auch das Mobiliar auf der grosszügigen Dachterrasse auf. Sofas, Gartensessel und -stühle gruppieren sich um eckige oder runde Tische, alles ebenfalls in Erdtönen gehalten. Zwischen den gepflegten Grünflächen mit allerlei Pflanzen finden bis zu 150 Personen Platz. Bei schönem Wetter sitzen sie unter grossen Sonnensegeln und -schirmen in passendem Hellbeige.
So logisch und stimmig alles wirkt: beck konzept sah sich im Varathans25 auch mit Herausforderungen konfrontiert. «Die eher geringe Deckenhöhe war durch den Rohbau vorgegeben», sagt Jeannine Müller. Ursprünglich sei das oberste Geschoss für Wohnungen konzipiert gewesen. In relativ kurzer Zeit galt es daher, die Planung an ein Restaurant anzupassen. Eine Kühldecke sorgt nun auch an heissen Tagen für ein angenehmes Raumklima und auch für die freiliegenden Leitungen an der Decke fand sich eine Lösung: Dank optischer Tricks wie schwarzer Bemalung und einer Beleuchtung, die abends den Fokus auf die Holztische lenkt, fallen sie den Gästen kaum mehr auf.
Zu bemerken gibt’s für Varathan und Tharanie noch etwas anderes: «Wir sind mit dem Endergebnis rundum zufrieden und schätzen es, dass beck konzept auch nach Abschluss der Arbeiten jederzeit für unsere Anliegen da war.» Zu diesem umfassenden Service kann auch Eigentümer Bruno Frey nur sagen: «Bei beck konzept stimmen Preis und Top-Leistung perfekt zusammen.»
Varathans25
Kavalleriestrasse 2
6210 Sursee
beck konzept AG
Gewerbezone 82
6018 Buttisholz