Der Kauf einer Firma ist attraktiv, wenn man diese Schritte befolgt

01.07.2026
Gourmet 7/8/26
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Ein Beitrag aus den VZ-News von Roger Hofstetter, Leiter Unternehmensnachfolge, den wir mit freundlicher Genehmigung des VZ VermögensZentrums publizieren. Tausende Schweizer KMU suchen eine Nachfolge. Das eröffnet viele Chancen, eine gut funktionierende Firma zu übernehmen. So gelingt der Kauf.

Schätzungen zufolge müssen in der Schweiz in den kommenden fünf Jahren tausende KMU eine Nachfolge finden. Für Käufer ist die Ausgangslage attraktiv: Sie können eine gut funktionierende Firma mitsamt ihren Kunden, Lieferanten und Mitarbeitenden übernehmen und profitieren von ihrer jahrelangen Erfahrung und ihrem Know-how.

Doch ein Firmenkauf ist anspruchsvoll. Ob familieninterne Nachfolge, Management-Buy-out oder Kauf eines externen Unternehmens: Über Erfolg oder Misserfolg der Transaktion entscheiden nicht nur die Zahlen, sondern die richtige Strategie, eine saubere Strukturierung, Vertrauen, klare Kommunikation – sowie Verbindlichkeit und Tempo.

Welche Firma kaufen?

Das richtige Unternehmen zu finden ist anspruchsvoll: Oftmals muss man aktiv suchen und schnell reagieren. Es braucht auch ein Gefühl dafür, ob Firma, Perspektiven und Rahmenbedingungen passen.

Gute Beratung erleichtert den Kauf

Kauf in neun Schritten: Ein typischer Kaufprozess lässt sich in neun Schritte einteilen (siehe oben). Gute Käufer überzeugen mit einem klaren, nachvollziehbaren Angebot und zeigen durch Empathie, verlässliche Kommunikation, gesicherte Finanzierung und persönliche Verfügbarkeit, dass sie bereit sind, tragfähige Lösungen zu finden.

Preis: Manchmal wird eine Preisvorstellung genannt, oft muss der Käufer selbst ein erstes Angebot machen. Unterschiedliche Bewertungsmethoden helfen, den Wert einer Firma abzuschätzen.

Finanzierung: Eine gesicherte Finanzierung schafft die Basis für erfolgreiche Verhandlungen. Spätestens mit der Unterzeichnung einer verbind­lichen Absichtserklärung sollte man die Finanzierung des Kaufs sicherstellen, damit man nicht unter Zeitdruck gerät. Banken finanzieren in der Regel 40 bis 70 Prozent des Kaufpreises.

Berater beiziehen: Eine professionelle Beratung erleichtert den Kauf erheblich. Erfahrene Fachleute helfen zum Beispiel, ein realistisches indikatives Angebot abzugeben. Im Rahmen der Due Diligence ist Expertise in Finanz-, Rechts- und Steuerfragen unerlässlich.


Gut zu wissen, wenn Sohn oder Tochter die Firma übernehmen

Sehr viele Schweizer KMU sind in Familienbesitz. Wenn der Betrieb an die Nachkommen übergehen soll, muss eine faire Regelung für die ganze Familie gefunden werden. Das ist anspruchsvoll.

Die Firma macht den grössten Teil des Vermögens der meisten Unternehmerfamilien aus. Davon steht den pflichtteilsgeschützten Erben ein Mindestanteil zu. In der Regel hat ein Kind zu wenig Eigenmittel, um seine Miterben auszuzahlen. Problematisch ist auch, wenn es die Firma zu einem tieferen Preis bekommt, denn bei der Erbteilung wird der Marktwert berücksichtigt.

Tipp: Wenn Sie den Fortbestand Ihres Unternehmens sichern und alle Erbberechtigten fair behandeln möchten, sollten Sie den Übergang früh anpacken. Aus güter- und erbrechtlicher Sicht ist das komplex. Holen Sie sich Unterstützung, wenn Sie unsicher sind. Erfahrene Fachleute wissen, wie man Testament, Ehe- und Erb­verträge sowie Aktionärsbindungsverträge am besten einsetzt.


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