Der Zeitpunkt entscheidet, ob der Firmenverkauf glückt

27.08.2026
Gourmet 9/26
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Ein Beitrag aus den VZ-News von Stefan Kurmann, Experte für Unternehmensnachfolge, den wir mit freundlicher Genehmigung des VZ VermögensZentrums publizieren. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer verpassen den besten Zeitpunkt für ihren Ausstieg. Diese Tipps helfen, alles rechtzeitig aufzugleisen.

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer verpassen den besten Zeitpunkt für ihren Ausstieg. Diese Tipps helfen, alles rechtzeitig aufzugleisen.

Unternehmerinnen und Unternehmer haben in der Regel klare Vorstellungen davon, wie ihr Ausstieg aussehen soll: Mit 55 wollen sie noch einmal Gas geben, mit 65 die Firma verkaufen und dann vom Erlös gut leben.

Manchmal aber kommt alles anders: Mit zunehmendem Alter nehmen Energie und Motivation ab, körper­liche Beschwerden dafür zu. Verändert sich der Markt negativ, bleiben Aufträge und Kaufinteressenten aus, und im schlechtesten Fall ist das Unternehmen nicht mehr verkäuflich.

Es ist nicht einfach, den optimalen Zeitpunkt für den Verkauf zu treffen. Diese Tipps helfen, eine gute Ausgangslage zu schaffen.

Den Takt vorgeben: Unternehmertum erfordert Energie und Hingabe. Sinkt die Motivation, sollte man das ernst nehmen und einen Ausstieg prüfen.

Verkaufen, wenn es rund läuft: Veräussern Sie die Firma aus einer Position der Stärke. Man sollte dann verkaufen, wenn die Finanzergebnisse erfreulich, die Kundenbeziehungen stabil, das Mitarbeiter-Team vollzählig und die Zukunftsaussichten positiv sind.

Früh planen: Oft steckt der grösste Teil des Familienvermögens in der Firma. Umso mehr muss ein Verkauf sorgfältig vor­bereitet sein – idealer­weise startet man bereits fünf bis acht Jahre vor dem geplanten Termin. In dieser Zeit wird das ganze Unternehmen auf die Nachfolge­ ausgerichtet.

Passende Käufer finden: Viele Unternehmer stellen das nachhaltige Wohl ihrer Firma ins Zentrum. Das spricht Käufer an, die ­ebenfalls langfristige Ziele ­verfolgen.

Übergabe begleiten: Die neuen Eigentümer müssen sich einarbeiten und sollen möglichst viel Wissen übernehmen können.

Tipp: Wer frühzeitig plant und mit mehreren Käufern verhandelt, hat die besten Chancen, seine Firma erfolgreich zu übergeben und einen attraktiven Preis dafür zu erzielen. Fachleute verfügen über ein Netzwerk mit potenziellen Käufern und bringen Erfahrung aus zahlreichen Transaktionen ein.



«Kontinuität sichern»

Herr Emmenegger, ­warum bietet die Handelskammer Freiburg auch Schulungen zur Nachfolge in Firmen an?

Das Thema ist zentral: Eine erfolgreiche Nachfolge sichert Know-how und Kontinuität. Die Weitergabe ist oft komplex – gerade in Familienunternehmen. Wer früh plant, stärkt seine Firma und bereitet die nächste Generation besser vor.

Was ist für KMU besonders herausfordernd?

Vor allem, eine finanziell gesunde und klar geführte Firma mit einer guten Governance zu überlassen. Gleichzeitig müssen wichtige Beziehungen zu Kunden, Mitarbeitenden und Lieferanten bestehen bleiben. Oft ist es schwierig, Nachfolger zu finden, die nicht nur fachlich passen, sondern auch die Werte der Firma weitertragen.

Was raten Sie Firmen?

Unternehmerinnen und Unternehmer sollten sorgfältig klären, was ihre Ziele und Bedürfnisse sind, die Weitergabe sauber organisieren und rechtzeitig erfahrene Fachexperten beiziehen. Entscheidend sind auch eine klare Kommunikation und solide Prozesse.


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