Früher Klosterhalle - heute Bar und Restaurant:

In der August Bar in St.Gallen wird scharf gemixt

03.07.2026
Gourmet 7/8/26
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Seit bald zwei Jahren präsentiert sich die August Bar in St.Gallen in aufgefrischtem Kleid und wird geführt von einem neuen Team. Dieses legt viel Experimentierfreude an den Tag, in der Küche wie hinter der Bar. So kommt die fruchtige Schärfe der Baergfeuer Swiss Chilisauce beispielsweise nicht nur im Erststock-Beizli zum Einsatz, sondern auch bei Cocktail-Kreationen.

Die Gefahr ist gross, dass man am unscheinbaren Gebäude achtlos vorbeigeht und damit ein echtes Schmuckstück in St.Gallen verpasst. Die August Bar mit Restaurant im ersten Stock präsentiert sich erst seit knapp zwei Jahren in ihrer heutigen Form. Deren Mauern aber haben schon einiges erlebt: Das Gebäude wurde im 18. Jahrhundert erbaut und diente einst als Klosterhalle. Später wurden hier rauschende Feste gefeiert und in einer Nacht-und-Nebel-Aktion eine Glaskuppel auf das Dach gebaut. Ohne Genehmigung, so erzählt man sich.

Heute steht die Glaskuppel unter Denkmalschutz und bietet den Gästen im Fumoir der August Bar einen einmaligen Rundumblick. Zu neuem Leben erweckt haben die geschichtsträchtige Lokalität Gastronom Ruedi Gamper und sein Team. Gamper ist kein Unbekannter: Einst sorgte er selbst als Barkeeper für Schlagzeilen, mit der Südbar gehört ihm seit Jahren eine weitere Bar-Institution in der Gallusstadt. Mit der August Bar möchte er ein leicht anderes Publikum ansprechen: Hier, am Rande des «Bermudadreiecks», wie das Ausgeh-Viertel in St.Gallen genannt wird, sollen Gäste in gemütlicher Atmosphäre hochwertig geniessen und besondere Produkte zelebrieren können.

«Made in Switzerland hat gleichzeitig den positiven Effekt, dass die Transportwege und damit der CO2-Fussabdruck kleiner sind.»

Sandro Gemperli, Product Manager der Delico AG.

Best-Newcomer-Bar

Diese Gemütlichkeit spürt man beim Betreten des Gebäudes sofort. In Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz hat Ruedi Gamper der August Bar einen frischen Anstrich verpasst. Stolz zeigt er auf das offene Cheminée, in dem regelmässig ein Feuer brennt. Ein weiterer Hingucker: Der Messingboden, der über verstreutes Sägemehl von den umherlaufenden Gästen automatisch poliert wird.

Und natürlich die Bar, das Herzstück im Erdgeschoss. Schnell wird klar: Die Auszeichnung als «Best Newcomer Bar» bei den «Swiss Bar Awards» 2025 hat sich die August Bar mehr als verdient. Denn hier gibt es neben einer kuratierten Bier- und Weinauswahl auch noch echte Cocktailkunst. «Jeder Drink ist Teil der kulinarischen Reise und greift Aromen und Ideen des aktuellen Menüs auf», erklärt Ruedi Gamper. Gleich wie die Speisekarte wechselt deshalb auch die Bar-Karte jeden Monat. Unter dem Motto «Sommer im August» wird aktuell etwa ein Orelia – Lillet Blanc mit Feigenblätter-Soda und Feigen – oder ein Limoncello Spritz angeboten.

Bratwurst-Bürli-Praline

Das passende kulinarische Angebot gibt es entweder im Freien auf der Gasse – mit 40 Sitzplätzen – oder eine Etage über der Bar. Hier findet sich ein Erst-stock-Beizli, wie es für St.Gallen typisch ist. Platz haben gerade einmal 20 Gäste, «wenn man sich sehr gut kennt, reicht es auch für 30 Personen», lacht Jeremy Gmür. Er hat im Restaurant Netts in St.Gallen seine Ausbildung gemacht und war dort zuletzt Co-Küchenchef. Dazwischen sammelte er unter anderem Erfahrung bei Käthi Fässler im Hof Weissbad.

Nun wirkt er in der August Bar in der rund sechs Quadratmeter grossen Küche. Als Ein-Mann-Team macht er den Einkauf, kocht und wäscht ab. Auch Gesellschaften, die für Geburtstage oder Firmenanlässe oft gleich das ganze Erststock-Beizli mieten, berät er persönlich. Vom Pastaabend bis zum Fünf-Gang-Dinner ist alles möglich.

Zudem kreiert Jeremy Gmür regelmässig neue Gerichte. Graubünden und Marokko waren schon Thema. Diesen Sommer stehen Spanien, Portugal und Italien im Zentrum: Mit einer grossen Auswahl an Tapas, von Croquetas de Jamón bis zur vegetarischen Paella. Ausserdem dürfen natürlich die Pralinen nicht fehlen – kleine Apéro-Häppchen, die auch an der Bar serviert werden, innovative Eigenkreationen, von der Kartoffelpraline mit flüssigem Frischkäsekern bis zur St.Galler Bratwurst im Bürlimantel.

Gespür für Genuss-Trends

Die Bar im Erdgeschoss und das Erststock-Beizli stossen auf grossen Anklang. Zu verdanken ist dies auch dem Gespür für aktuelle Genuss-Trends, in der Küche wie hinter der Bar. Ein gutes Beispiel dafür sind die vielen «Dry Fun»-Angebote auf der Bar-Karte, von den Null-Promille-Spritz-Variationen bis zu den Mocktails. «Der 0-Promille-Trend ist natürlich eine Herausforderung. Aber es braucht heute einfach Flexibilität, ein breites Angebot und Innovation beziehungsweise Experimentierfreude, um die Gäste abzuholen», erzählt Jan Wiederkehr vom Marketingteam der August Bar.

«Die Baergfeuer Swiss Chilisauce überzeugt mit einer angenehmen, fruchtigen Schärfe und nur wenig Säure. Und sie ist ein Schweizer Produkt.»

Jeremy Gmür, Küchenchef der August Bar.

Aber auch bei den Cocktails experimentiert das Team gerne, setzt immer wieder auf neue Produkte und greift Trends auf. Ein solcher Trend ist zum Beispiel Schärfe in Cocktails. Dazu greifen die Profis hinter der Bar auf die Baergfeuer Swiss Chilisauce zurück. «Wir haben für neue Cocktailkreationen eine Chilisauce gesucht und Jeremy hat uns kommentarlos das Baergfeuer in die Hand gedrückt. Das spricht für sich», erzählt Jan Wiederkehr.

Nachhaltige Schweizer Schärfe

Jeremy Gmür arbeitet in seiner Küche schon länger mit der Baergfeuer Swiss Chilisauce. «Chilisauce selbst zu machen, liegt für mich einfach nicht drin. Braucht es dank Baergfeuer aber auch nicht», so Gmür. Für ihn ist sie eine Schweizer Alternative zu industriell hergestellten Chilisaucen aus dem Ausland, die erst noch besser schmeckt: «Die Baergfeuer Swiss Chilisauce ist nicht so künstlich und auch nicht zu scharf. Vielmehr überzeugt sie mit einer angenehmen, fruchtigen Schärfe und nur wenig Säure. Und sie ist ein Schweizer Produkt.»

Tatsächlich wachsen seit einigen Jahren sogar die Habanero-Chilischoten für die Swiss Chilisauce von Baergfeuer im Kanton Aargau heran. «Nach der Ernte werden diese in einer nahegelegenen Mosterei verarbeitet, mit Schweizer Branntweinessig vermischt und in einer Bildungsstätte im Thurgau in die charakteristischen 50-ml-Fläschchen abgefüllt», erzählt Sandro Gemperli, Product Manager der Delico AG.

Das Unternehmen mit Sitz in Gossau SG ist eigentlich spezialisiert auf besondere Importprodukte aus aller Welt. Beim Baergfeuer aber setzt die Delico AG bewusst auf Schweizer Qualität. «Das hat gleichzeitig den positiven Effekt, dass die Transportwege und damit der CO2-Fussabdruck kleiner sind. Und die trotz aller Anstrengungen unvermeidbaren CO2-Emissionen werden über ein zertifiziertes Klimaschutzprojekt ausgeglichen», so Gemperli.

«Tequila, Pink Grapefruit, eine Limette, etwas Salz – und dann zwei, drei Tropfen Baergfeuer. Das sorgt für eine neue, spannende Geschmacksebene.»

Jan Wiederkehr, Marketingverantwortlicher der August Bar.

Baergfeuer im Einsatz

Ebendiese kurzen Transportwege sind auch für Jeremy Gmür beim Einkauf, wenn immer möglich und sinnvoll, ein entscheidender Faktor. Das Fleisch für sein Wasserbüffel-Tatar zum Beispiel kommt aus dem angrenzenden Wittenbach. Dazu serviert Gmür eine Baergfeuer-Espuma. Auch für die Hollandaise oder aktuell die Paella kommt die kräftig rote Swiss Chilisauce zum Einsatz. «Ich tüftle immer wieder gerne an neuen Kreationen mit dem Baergfeuer herum», so Gmür.

Klar, dass er da auch die Baergfeuer Swiss Sweet Chili Sauce ausprobieren musste – das zweite Baergfeuer-Produkt, das vor rund einem Jahr auf den Markt kam und die leichte Schärfe mit einer angenehmen Süsse kombiniert. «Dieser charakteristische Sweet-Chili-Geschmack passt perfekt zur Säure eines Red-Snapper-Ceviche», so das Fazit von Gmür.

Scharfe Cocktail-Experimente

Auch hinter der Bar wird inzwischen regelmässig an neuen Kreationen mit dem Baergfeuer gearbeitet. So eignet sich die Schärfe der Swiss Chilisauce bei weitem nicht nur für die Bloody Mary, sondern zum Beispiel auch für einen Paloma: «Tequila, Pink Grapefruit, eine Limette, etwas Salz – und dann zwei, drei Tropfen Baergfeuer. Das sorgt für eine neue, spannende Geschmacksebene», führt Jan Wiederkehr aus und gibt damit gleichzeitig ein Paradebeispiel für das Erfolgsrezept der August Bar: Bekanntes neu zu denken. Mal mit Schweizer Schärfe im Cocktail, mal mit einer Bratwurst im Bürli – und immer mit viel Gespür für Qualität und guten Geschmack.


Mehr zum Thema

August Bar

Augustinergasse 31

9000 St.Gallen


Delico AG

Bahnhofstrasse 6

9200 Gossau


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