
Umgebautes Gurnigel Berghaus öffnet seine Türen
Das nachhaltig umgebaute Gurnigel Berghaus wurde neu eröffnet. Das breite Angebot richtet sich an Erholungssuchende und Sportbegeisterte ebenso wie an Unternehmen und Veranstalter. Im Zentrum steht ein ganzheitliches Erlebnis, das Natur, Aktivität, Genuss und Entspannung auf zeitgemässe Weise verbindet.
Nach einem umfassenden Umbau hat das traditionsreiche Gurnigel Berghaus in neuem Glanz eröffnet. Bei der Gesamterneuerung stand ein innovativer und nachhaltiger Ansatz im Zentrum: Für den Innenausbau wurden hochwertige Materialien aus dem ehemaligen Park-Hotel Gstaad wiederverwendet. Türen, Möbel, Sanitäranlagen und weitere Ausstattung aus rund 80 Hotelzimmern finden im Berghaus ein zweites Leben. «Diese Weiterverwendung hat nicht nur eine ressourcenschonende Bauweise ermöglicht, sondern bietet gleichzeitig eine moderne, stilvolle Ausstattung mit viel Komfort», erklärt Innenarchitekt Peter Kohler, der den Umbau verantwortet hat.
Modernes Unterkunftsangebot mit alpinem Charakter
Im vollständig erneuerten Berghaus entstanden insgesamt 27 moderne Wohneinheiten – von Studios bis zu grosszügigen Ferienwohnungen mit bis zu drei Zimmern. Insgesamt stehen 66 Betten zur Verfügung. Alle Einheiten verfügen über Küche und Bad, viele zudem über einen Balkon mit Blick auf die Voralpen und teilweise bis zum Thunersee. Ein Self-Check-in-System sorgt für flexible An- und Abreisen. Ein Fitnessbereich sowie zwei Saunas ergänzen das Angebot.
Gastronomie mit Fokus auf Regionalität und Erlebnis
Auch das Restaurant im Erdgeschoss wurde umfassend erneuert. Es bietet Platz für je 60 Gäste im Innenbereich und auf der Terrasse. Mit Sára und Mihály Högye konnte ein erfahrenes, qualitätsbewusstes Gastgeberpaar für das Restaurant im Berghaus gewonnen werden, das auf eine frische, regionale und saisonale Küche setzt. Mit Gerichten, die zugleich bodenständig und raffiniert sind, soll der Naturpark Gantrisch auch kulinarisch erlebbar werden.
Das Restaurant heisst Tages- und Hotelgäste ebenso herzlich willkommen wie Gruppen für Seminarverpflegung, Hochzeiten, Bankette und Familienanlässe. Ergänzt wird es durch ein Frühstücksrestaurant und eine Lounge exklusiv für Hotelgäste.
Raum für Arbeit, Begegnung und Erholung
Neben dem Beherbergungs- und Gastronomieangebot setzt die Bernapark AG auf weitere Nutzungsmöglichkeiten: Neu umfasst das Berghaus auch ein modernes Seminar-Zentrum, das sich flexibel in drei Räume unterteilen lässt. Ein Open-Space-Bereich ergänzt die moderne Infrastruktur für Firmen, Workshops und Veranstaltungen. Zudem finden Räume für Ski- und Velovermietung sowie ein Bereich für den selbstständigen Velo- oder Ski-Service im Berghaus Platz, optimal abgestimmt auf die Bedürfnisse von Outdoor-Gästen. Im Zuge des Umbaus wurde ausserdem ein zweigeschossiges Parkdeck mit rund 40 Parkplätzen realisiert.
Impuls für die gesamte Region
Mit dem Umbau des Gurnigel Berghauses verfolgt die Bernapark AG eine langfristige Entwicklungsstrategie: Gemeinsam mit den weiteren Standorten Ottenleuebad und dem Gurnigelbad werden die Angebote künftig unter der Dachmarke «Gantrisch Lodge» gebündelt. Damit entsteht ein vernetztes Gesamtangebot, das die Region als attraktive Ganzjahresdestination positioniert. «Mit der Gantrisch Lodge schaffen wir ein stimmiges Zusammenspiel aus Natur, Erholung und zeitgemässer Infrastruktur. Unser Ziel ist es, die Stärken der einzelnen Standorte zu verbinden und so eine neue Qualität für Gäste und die Region zu schaffen», sagt Unternehmer Hans-Ulrich Müller.
Gurnigel Berghaus, 3099 Riggisberg
Gantrisch Lodge: drei Standorte, eine Vision
Hinter der Gantrisch Lodge steht die Bernapark AG des Berner Unternehmers Hans-Ulrich Müller. Bekannt wurde das Unternehmen durch die Umnutzung der ehemaligen Kartonfabrik Deisswil. Nach deren Schliessung übernahm Müller 2010 das Areal und die 253 Mitarbeitenden. Seither entwickelt die Bernapark AG den Standort zu einem Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Bildung, Freizeit und Kultur verbindet.
Seit 2018 engagiert sich das Unternehmen auch im Naturpark Gantrisch. Damals übernahm es das Berghaus Gurnigel, das Bergheim und das Ottenleuebad. Das 2022/2023 sanierte Ottenleuebad auf 1428 Metern über Meer umfasst heute drei Hotelzimmer, sieben Studios und drei Ferienwohnungen.
Im März 2021 kam das geschichtsträchtige Gurnigelbad hinzu. Von Januar 2023 bis April 2025 nutzte der Kanton Bern das Gebäude als Kollektivunterkunft für Geflüchtete; der entsprechende Vertrag läuft im Oktober 2027 aus. Die Bernapark AG entwickelt derzeit ein Konzept für das gesamte Areal und bereitet ein Baugesuch für die Umnutzung des bestehenden Gebäudes vor. Zur Liegenschaft gehört auch ein bereits saniertes Chalet für bis zu neun Personen, das schon heute als Ferienunterkunft genutzt wird.
Unter der Dachmarke «Gantrisch Lodge» verbindet die Bernapark AG die verschiedenen Häuser und entwickelt daraus schrittweise ein vielseitiges Angebot für Ferien, längere Aufenthalte, Seminare und Naturerlebnisse. Hans-Ulrich Müller, Inhaber und Verwaltungsratspräsident der Bernapark AG, verfolgt damit das Ziel, regional bedeutende Gebäude zu erhalten und ihnen eine langfristige Perspektive zu geben.
Zur Dachmarke «Gantrisch Lodge» gehören:
Die Gurnigel-Berghaus-Gastgeber Sára & Mihály Högye im Interview
«Die einzigartige Lage, die Bergwelt und der Charakter des Hauses haben uns von Anfang an fasziniert»
Was hat Sie dazu bewogen, sich als Gastgeber des Restaurants Gurnigel Berghaus zu engagieren?
Als wir Hans-Ulrich Müller und seine Vision für das Gurnigel Berghaus kennenlernten, waren wir sofort begeistert. Wir sahen darin eine einmalige Chance, gemeinsam mit ihm diesen Ort weiterzuentwickeln und mit neuem Leben zu füllen. Die einzigartige Lage, die Bergwelt und der Charakter des Hauses haben uns von Anfang an fasziniert. Besonders schätzen wir das grosse Vertrauen und die Gestaltungsfreiheit, die uns ermöglichen, unsere Erfahrung und unsere eigenen Ideen einzubringen.
Wie haben Sie die Aufgaben zwischen sich aufgeteilt?
Wir ergänzen uns sehr gut und haben die Aufgaben nach unseren Stärken aufgeteilt. Mihály trägt als Küchenchef die Verantwortung für die Küche und die kulinarische Linie. Ich kümmere mich als Gastgeberin vor allem um den Service, die Organisation, das Personal, Veranstaltungen sowie den Kontakt zu unseren Gästen und Partnern. Wichtige Entscheidungen treffen wir gemeinsam. Gleichzeitig befinden wir uns noch im Aufbau und eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, ein starkes Team aufzubauen, das unsere Vision mitträgt. Dazu gehört auch, noch besser herauszufinden, wann unsere Gäste kommen und wie lange sie bleiben. Gerade deshalb sind Reservationen für uns sehr hilfreich, um den Personalbedarf besser einschätzen und entsprechend planen zu können. Eine grosse Herausforderung bleibt dabei, genügend Personal zur richtigen Zeit zur Verfügung zu haben.
Was waren wichtige Stationen in Ihrer bisherigen Laufbahn?
Wir haben immer versucht, uns weiterzuentwickeln und vielfältige Erfahrungen zu sammeln. So haben wir unter anderem in Schweden und England gearbeitet. Angekommen in der Schweiz, wollten wir die Schweizer Gastronomie und Hotellerie kennenlernen. Prägende Stationen waren für uns das Ermitage in Schönried oder das Parkhotel am Thunersee, wo Mihály als Küchenchef mit seinem Team 15 GaultMillau-Punkte erkochte.
Mit welchem Konzept überzeugen Sie Ihre Gäste im Restaurant Gurnigel Berghaus?
Mit einer ehrlichen, bodenständigen und zugleich modernen Berggastronomie. Wir möchten regionale und saisonale Produkte mit klassischen Gerichten verbinden und ihnen unsere Handschrift geben. Bei uns soll sich jeder wohlfühlen – vom Wanderer und der Familie bis zum Ausflugsgast oder Seminarteilnehmer. Im Mittelpunkt stehen gute Qualität, herzliche Gastfreundschaft und ein unkompliziertes Erlebnis in einer einzigartigen Bergwelt.
Gibt es eine Spezialität?
Da wir erst seit gut einem Monat geöffnet haben, ist es noch etwas früh, von einer besonderen Spezialität zu sprechen. Unser Fokus liegt darauf, die Regionalität zu bewahren und gleichzeitig auf die Wünsche der Gäste einzugehen.
Einige Gerichte haben sich aber bereits zu echten Favoriten entwickelt – zum Beispiel unser Cordon bleu mit regionalem Käse oder die Kalbsleber. Auch unser Dry-Aged Rindsentrecôte aus der Region sowie das Dry-Aged Gantrisch-Schweinskotelett von unserem lokalen Metzger kommen bei den Gästen sehr gut an. Nun steht bereits der nächste saisonale Wechsel an: Für die kommende Wildsaison werden wir unsere Karte mit herbstlichen Gerichten ergänzen.
«Regionale Küche, herzliche Gastfreundschaft und die Atmosphäre des Hauses machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis.»
Wie herausfordernd war es, das Team zu rekrutieren?
Wie vielerorts ist es auch für uns momentan eine Herausforderung, ein verlässliches Team zusammenzustellen. Ein grosser Vorteil ist, dass wir unseren Mitarbeitenden eine Unterkunft anbieten können. Dadurch können wir auch Menschen eine Chance geben, die kein Auto oder Motorrad haben.
Mit unserem jetzigen Team sind wir sehr glücklich. Wir sind bewusst noch ein kleines Team mit fünf Mitarbeitenden plus uns beiden. Wenn wir zusätzliche Unterstützung benötigen, ergänzen wir das Team momentan mit Aushilfen. Besonders freut uns, dass wir bereits viele tolle Menschen kennenlernen durften. Unser Ziel ist es, mit den richtigen Persönlichkeiten ein starkes und langfristiges Team aufzubauen.
Wie ist der Start gelungen?
Der Start war, wie bei jeder Neueröffnung, eine grosse Herausforderung. Wir wussten im Vorfeld nicht, mit wie vielen Gästen wir rechnen dürfen und wurden vom grossen Interesse überwältigt: Allein in den ersten beiden Tagen durften wir knapp 1300 Gäste begrüssen. Wir stehen aber nach wie vor ganz am Anfang, sammeln Tag für Tag neue Erfahrungen und versuchen, uns und unsere Abläufe kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Was erwarten Sie für die kommende Herbst- und Wintersaison?
Da es unsere erste Herbst- und Wintersaison auf dem Gurnigel ist, sind wir natürlich sehr gespannt, was uns erwartet. Wir wissen, dass wir stark vom Wetter abhängig sind, sehen aber gerade in dieser Jahreszeit viel Potenzial. Mit einer saisonalen Herbst- und Wildkarte möchten wir unseren Gästen auch kulinarisch einen Grund geben, den Weg auf den Gurnigel zu finden. Im Winter hoffen wir natürlich auf viel Schnee und viele Ausflugsgäste.
Welche Herausforderungen sehen Sie im Seminar- und Veranstaltungsbereich?
Im Seminar- und Veranstaltungsbereich sehen wir grosses Potenzial. Die Lage, die Ruhe und die Kombination aus Seminar, Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten schaffen dafür ideale Voraussetzungen. Ergänzt wird das Angebot durch eine Sauna, einen Fitnessraum und einen Weinkeller. So möchten wir einen Ort schaffen, an dem sich konzentriertes Arbeiten, Genuss und Erholung ideal miteinander verbinden lassen. Natürlich stehen wir auch in diesem Bereich noch am Anfang, sammeln laufend Erfahrungen und entwickeln unser Angebot kontinuierlich weiter. Unser Ziel ist es, das Gurnigel Berghaus langfristig als Ort für Seminare, Firmenanlässe und private Veranstaltungen zu etablieren.
Worauf freuen Sie sich am meisten?
Darüber, dass wir die Chance haben, etwas Besonderes aufzubauen und unsere Vision Schritt für Schritt zu verwirklichen. Und natürlich sind es auch die kleinen Momente, die uns jeden Tag aufs Neue begeistern: den Sonnenaufgang in den Bergen zu erleben und Tag für Tag so viele lächelnde und zufriedene Menschen bei uns zu begrüssen.
Und abschliessend: Weshalb sollte man das Restaurant und Hotel Gurnigel Berghaus unbedingt besuchen?
Weil das Gurnigel Berghaus mehr als ein Restaurant oder Hotel ist. Es ist ein Ort zum Ankommen, Durchatmen und Geniessen – mitten in einer wunderschönen Bergwelt. Regionale Küche, herzliche Gastfreundschaft und die Atmosphäre des Hauses machen den Aufenthalt zu einem Erlebnis. Und wir sind überzeugt: Wer einmal hier oben war, findet immer wieder einen Grund, zurückzukommen. Denn es ist ein Kraftort, der allen guttut – ein Ort, an dem man zur Ruhe kommen, auftanken und neue Energie schöpfen kann.