Weniger schleppen, mehr geniessen:

Wie die Revier Hotels ihre Wasserlogistik neu denken

28.08.2026
Gourmet 9/26
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Der Anfang wurde in Adelboden gemacht: Seit 2023 setzt die Revier Hospitality Group auf aufbereitetes Trinkwasser. Mit dem Revier Hotel Säntispark wurde jetzt bereits der siebte Betrieb umgestellt: Rund 200 Liter Hahnenwasser werden in Abtwil täglich von feinsten Partikeln sowie Fremdgerüchen befreit, mit Magnesium und wahlweise CO2 angereichert und gekühlt in Revier-Flaschen abgefüllt – zur grossen Freude von Gästen, Mitarbeitenden und der Umwelt.

Der Look ist unverkennbar: 2025 wurde das Revier Hotel Säntispark umgebaut und präsentiert sich seither im typischen Revier-Design: Jung und trendig, mit viel Holz sowie stylischen Details. Trotzdem unterscheidet es sich von den anderen Betrieben der Revier Hospitality Group. Lenzerheide, Adelboden, Saas-Fee oder Montafon und Kaprun in Österreich – sie alle befinden sich in Tourismusgebieten. Abtwil SG bildet hier eine Ausnahme. Wobei: Ganz so stimmt das nicht. Direkt neben dem Hotel findet sich die weitherum bekannte, namensgebende Bäderwelt mit 1400 Metern Rutschspass und einem grossen Sauna-, Wellness- und Freizeitangebot. Der Eintritt ist im Übernachtungspreis inbegriffen. Mit der Stadt St.Gallen und dem Appenzellerland liegen ausserdem Tourismusgebiete in unmittelbarer Nähe. Trotzdem konzentriere man sich bewusst nicht nur auf Familien und Touristen, erklärt Generalmanager Pascal Sloof. In Gehdistanz zum St.Galler Fussballstadion ist das Revier Hotel Säntispark zum Beispiel Partnerhotel des FC St.Gallen und auch die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft profitiert hier regelmässig von der perfekten Trainingsstruktur inklusive medizinischem Zentrum im gleichen Gebäude. Zudem verfügt das Hotel über ein vielseitiges, insgesamt 640 Quadratmeter grosses Raumangebot für Meetings, Seminare und Workshops.

Comedy-Shows und Hochzeiten

«Vor allem bei Seminaren oder wenn Fussballvorbereitungen stattfinden, sind unsere 124 Zimmer regelmässig ausgebucht», sagt Pascal Sloof. Diese präsentieren sich so vielfältig wie die Zielgruppen: Vom Familienzimmer über die Suite bis zum Themen-Zimmer oder dem Smart-Studio für Long-Stay-Aufenthalte ist alles dabei. Auch die Gastronomie erfreut sich einer zunehmend konstant guten Auslastung. Dafür sorgen auch verschiedene Zusatzangebote, die Gäste aus der Region anlocken. Sehr beliebt ist bei lokalen Businessleuten beispielsweise der hauseigene Co-Working-Space. Der Seminarbereich eignet sich zudem auch für Feste und Hochzeiten – mit Bankettsaal für bis zu 180 Gäste und grosszügigem Aussenbereich. Weiter veranstaltet das Revier Hotel Säntispark regelmässig Events, von der Comedy Night über das Florian-Ast-Konzert bis zum Openair-Kino. Bei solchen Anlässen ist die «The Fox House Bar» mit Platz für rund 250 Gäste meist voll besetzt und serviert trendige Cocktails und Fingerfood. 200 weitere Plätze finden sich im «Restaurant Roots», das mit unkomplizierter Küche besticht. «Anders als in den anderen Revier-Betrieben setzen wir den Fokus hier weniger stark auf Grill und Burger, sondern haben zusätzlich eine leichtere Küche, zum Beispiel eine Pinsa nach dem Rutschbahn-Abenteuer oder ein Zitronenrisotto zum Businesslunch», erklärt Sloof.

«Im Unterschied zu den übrigen Revier-Betrieben setzen wir bei uns den Fokus noch stärker auf ein leichtes Gastronomie-Angebot.»

Pascal Sloof, Generalmanager des Revier Hotels Säntispark.

Hilfreiche Testphase

Vieles wurde aber auch von bestehenden Revier-Betrieben adaptiert. «Gemeinsame Ressourcen zu nutzen und Prozesse zu optimieren, gehört zu den Grundideen unserer Hotelkette, um Appartements und Hotels auch ausserhalb von Grossstädten rentabel zu betreiben», sagt Benjamin Traffelet, Head Innovation & Services der Revier Hospitality Group. Entsprechend wurde nicht nur das Design übernommen, sondern beispielsweise auch das Kassensystem, der Küchenaufbau oder das Trinkwasser-Konzept. «Unsere Gäste schätzen Qualität und Authentizität. Deshalb setzen wir auf hochwertiges Trinkwasser, das wir direkt vor Ort aufbereiten und servieren. So reduzieren wir Transportwege, schonen Ressourcen und unterstreichen unseren nachhaltigen Anspruch», führt Nico Flühmann aus, Head Operations der Revier Hospitality Group. Den Ursprung hat diese Trinkwasser-Aufbereitung in der Revier Mountain Lodge in Adelboden, deren Generalmanager die Idee aufbrachte und zum Ausprobieren freie Hand erhielt. Die Wahl fiel rasch auf Marktführer BWT Aqua AG. Ausschlaggebend waren die Erfahrung, das schweizweite Servicenetz – und die Testanlage. «Nach einer Bedarfsanalyse stellen wir jeweils eine WasserBar unverbindlich zum Testen zur Verfügung», erklärt Cyril Salzmann, Verkaufsleiter WasserBar bei BWT. Benjamin Traffelet: «Uns hat das enorm geholfen, um die Abläufe zu testen und den Mitarbeitenden  die Angst vor dem Neuen zu nehmen.»

«Nach einer Bedarfsanalyse stellen wir jeweils eine WasserBar unverbindlich zum Testen zur Verfügung.»

Cyril Salzmann, Verkaufsleiter WasserBar der BWT Aqua AG.

Aufbereitetes Trinkwasser in Revier-Flaschen

Inzwischen sind vier Revier-Betriebe in der Schweiz sowie zwei in Österreich mit WasserBars ausgestattet, letztere über das dortige BWT-Mutterhaus. «Überzeugt haben uns der ökologische Aspekt durch die wegfallende Anlieferung, die eingesparten Lagerflächen und natürlich die einfacheren Abläufe: kein Hin- und Herschleppen mehr, kein Bestellen und Inventar führen mehr und vor allem auch keine Wasserengpässe mehr, weil für das unerwartet erfolgreiche Wochenende zu wenig bestellt wurde», erzählt Benjamin Traffelet. Mit dem Revier Hotel Säntispark kam nun der siebte Betrieb hinzu. Auch hier setzte man auf zwei mit dem Revier-Logo gebrandete BWT WasserBars: eine in der Bar, eine im Restaurant. Über je zwei Zapfhähne wird gekühltes Wasser mit oder ohne Kohlensäure in stylische, gruppenweit verwendete Flaschen mit dem Fuchs-Sujet abgefüllt. «Wir arbeiten jeweils mit verschiedenen Anbietern zusammen, über die sich die Flaschen individuell branden lassen», erklärt Michaela Leber, Verkaufsleiterin BWT WasserBar für die Ostschweiz. In Abtwil stehen 600 Ein-Liter- und 400 0,5-Liter-Flaschen zur Verfügung. Je nach Variante werden sie mit einem goldenen oder schwarzen Deckel gekennzeichnet und auf der Karte schlicht als Wasser mit oder ohne Kohlensäure für acht Franken/Liter verkauft. «Wir empfehlen grundsätzlich keine Preisnachlässe gegenüber Markenwasser. Schliesslich bleibt der Service für den Gast derselbe und auch die Aufbereitung kostet», so Cyril Salzmann von BWT. «Zudem handelt es sich nicht einfach um Hahnenwasser: Es wird professionell gefiltert und mit Magnesium als Geschmacksträger mineralisiert.»

«Gut verschlossen können die Flaschen drei bis fünf Tage aufbewahrt werden, wobei wir eine möglichst frische Abfüllung empfehlen.»

Michaela Leber, Verkaufsleiterin WasserBar für die Ostschweiz der BWT Aqua AG.

90 Liter pro Stunde und WasserBar

Durchschnittlich werden rund 200 Liter Hahnenwasser pro Tag zu hochwertigem Trinkwasser aufbereitet. «Die jeweils benötigte Menge wird vom Nacht- oder Frühdienst abgefüllt. Reicht dies nicht aus, hat der Service tagsüber schnell Wasser nachgezapft», so Pascal Sloof. Mit bis zu 90 Litern in der Stunde pro WasserBar lassen sich auch grössere Veranstaltungen schnell vorbereiten. Gelagert werden die Flaschen in Kühlschubladen bei der Bar und im Restaurant sowie für Seminare und Veranstaltungen in einem Kühlraum. Von dort aus werden auch die Wasserstationen auf den Etagen versorgt, an denen sich Hotelgäste bedienen können. «Gut verschlossen können die Flaschen drei bis fünf Tage aufbewahrt werden, wobei wir eine möglichst frische Abfüllung empfehlen», sagt Michaela Leber von BWT.

Von den Gästen komme – wenn überhaupt – durchwegs positives Feedback, sagt Sloof. Auch der Service sei nach anfänglicher Skepsis begeistert von den BWT WasserBars. «Das Handling ist viel einfacher. Nicht einmal Leergut gibt es mehr, die Flaschen können einfach gewaschen und wieder verwendet werden.» Auch der Generalmanager zieht ein positives Fazit: «Nicht nur, dass es eine absolut nachhaltige Lösung ist. Die Abläufe sind auch wirklich viel einfacher und die Betreuung durch BWT sehr kompetent und unkompliziert.» Ein Kompliment, das Cyril Salzmann gerne zurückgibt: «Die Revier Hospitality Group ist natürlich eine super Referenz für uns und die Zusammenarbeit macht richtig Spass.» Entsprechend freut sich BWT auch schon auf die weiteren Projekte: Per 1. November übernimmt die Revier Hospitality Group das Aves Hotel Arosa, 2029 soll das Revier Rheinfall Neuhausen eröffnen und in Grindelwald gibt es bald das erste 5-Sterne-Konzept von Revier – allesamt natürlich ausgestattet mit BWT WasserBars.


Rundum-Service von BWT

Die unverbindliche Testphase ist nur eine von vielen praktischen BWT-Dienstleistungen. Neben einer fundierten Bedarfsanalyse, um das individuell passende WasserBar-Modell zu finden, gehört auch eine Wasseranalyse zur Einstellung der Filter zum Startpaket. «Nach der Inbetriebnahme wartet der BWT-Service die Anlage dreimal im Jahr, reinigt die Leitungen und ersetzt den Filter, während die CO2-Flasche einfach nachbestellt werden kann», erklärt Michaela Leber von BWT. 90 Prozent der Kunden mieten ausserdem die BWT WasserBar und profitieren somit von einer durchgehenden Garantie.


Mehr zum Thema

Revier Hotel Säntispark

Wiesenbachstrasse 5

9030 Abtwil


BWT Aqua AG

Hauptstrasse 192

4147 Aesch


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