Die Delico AG: Gutes Essen ist ihr Geschäft – und das seit 40 Jahren!

31.08.2021
Gourmet 9/21
  • Porträt
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Delico AG: Was 1981 als Zwei-Personen-Betrieb seinen Anfang nahm, hat sich zu einem etablierten und renommierten 17-Personen-Unternehmen entwickelt. Dank ihrer internationalen Vernetzung und langjährigen Erfahrung wissen die Food-Spezialisten der Delico AG, was es braucht, bis ein Produkt  in den Schweizer Verkaufsregalen steht oder in den Gastroküchen zum Einsatz kommt. In diesem Jahr feiert Delico AG ihr 40-jähriges Bestehen – Grund genug, einen Blick zurückzuwerfen.

Seit 40 Jahren gehört die Delico AG aus Gossau zu den wichtigsten Akteuren im spezialisierten Lebensmittelhandel der Schweiz. Einst wie heute wird die Erfahrung und das Gespür der Exponenten des St. Galler Unternehmens für innovative Produkte geschätzt – ob Delikatessen für die private Küche oder für die Gastronomie, vom Take-away-Betrieb bis hin zur Gourmetküche. Der Ostschweizer Familienbetrieb bringt nicht nur bekannte Food-Brands auf den Schweizer Markt, sondern auch Nischenprodukte – und ist ebenso bekannt für Lebensmittel-Innovationen. Tiefgekühlt, ambient und frisch: Über 400 Produkte finden sich heute im Angebot der Delico AG. Im Laufe der Zeit ist das Sortiment an Produkten stetig erweitert worden, während auch die Zahl der Kunden und Delico-Mitarbeitenden eindrücklich zunahm. Mit insgesamt 17 qualifizierten Mitarbeitenden hat sich die Delico AG zu einem verlässlichen KMU-Unternehmen für die gesamte Lebensmittel-Branche entwickelt.

Die Delico AG: Ein renommiertes und etabliertes Familien-Unternehmen, das seit 40 Jahren in Gossau domiziliert ist.

Der Anfang

Alex und Beatrice Fürer, die Eltern des jetzigen CEO  Matthias Fürer, gründeten 1981 die Delico AG. Schon von 1956 bis 1980 war Alex Fürer in der Lebensmittelbranche tätig und bekleidete Kaderpositionen bei Nestlé in Vevey, Maggi in Kemptthal, Frisco in Rorschach und beim Milchverband St. Gallen-Appenzell. Während seiner Tätigkeit als Generaldirektor der Hero Schweiz in Lenzburg kam bei Beatrice und Alex Fürer der Wunsch nach einem eigenen Unternehmen im Lebensmittelhandel auf. Erstes Ziel war die Beratung von ausländischen Lebensmittelproduzenten, welche sich auf dem Schweizer Markt etablieren wollten. «Diese Beziehungen führten zu erfolgreichen Generalvertretungen von Detailhandelsprodukten, Gastronomie-Erzeugnissen und Halbfabrikaten für die Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie», erinnert sich der heute 90-jährige Firmengründer an die Anfänge zurück. Alex  und Beatrice Fürer vertraten zudem Schweizer Firmen, die versuchten, ihre Produkte im Ausland zu verkaufen. So vertrieben sie unter anderem Schweizer Kaffeerahm-

Portionen, Becher für die Glace-Produktion, Bier, usw. auf dem asiatischen und ostasiatischen Markt. Gleichzeitig bekleidete Alex Fürer bis 1996 ein Mandat als persönlicher Berater von Denner-Besitzer Karl Schweri.

Erste Erfolge mit Tiefkühl-Spezialitäten

Ein erster grosser Meilenstein in der Geschichte des Unternehmens war die Einführung von tiefgekühlten Apfelküchlein und Apfelstrudel im Schweizer Detailhandel. Der erste Abnehmer der Grosspackungen war Gmür AG in Zürich. Auch Frisco Rorschach und der Migros-Genossenschaftsbund Zürich nahmen die Apfelküchlein ins Sortiment auf. «Es war das erste Produkt, das wir der Migros liefern durften», erklärt Alex Fürer gegenüber GOURMET. Heute, fast vier Jahrzehnte später, sind die tiefgekühlten Apfelküchlein und -Apfelstrudel noch immer sehr gefragt. Der Vertrieb von Tiefkühlprodukten entwickelte sich sehr positiv. Delico begann Mitte der 80er-Jahre, Grossmengen von tiefgekühltem Gemüse und Früchten aus Frankreich und Polen für schweizerische und holländische Lebensmittelproduzenten zu handeln.

Familiär und gleichzeitig hochprofessionell: Das Delico-Team überzeugt aufgrund seines breiten Fachwissens, gleichzeitig agiert das Unternehmen dank seiner Grösse nahbar und familiär.

Rund zehn Jahre später erweiterte das Gossauer Unternehmen sein Angebot mit innovativen Halbfabrikaten. Delico belieferte Schweizer Produzenten mit tiefgekühlten Pizzaböden und Teigplatten aus Italien. Eine weitere Erfolgsstory wurden auch die luftig-süssen, mit Rahm gefüllten Windbeutel. Sie markierten vor rund 25 Jahren den Start des Mini-Trends im Dessert- und Patisseriebereich. Das Produkt zählt noch heute zum festen Bestandteil des Delico-Sortiments für den Detailhandel und den Grossverbraucher-Markt. Schon die Anfänge zeigen, dass die Spezialisten von Delico früh den richtigen Riecher hatten für nachhaltige Trends im Lebensmittel-Bereich.

Heute vertreibt Delico AG unter ihrer eigenen Marke Delicool zahlreiche Apero- und Patisserie-Artikel, vom kleinen und leckeren Hot-Dog über Mini-Burger bis hin zu Pizzas, Kartoffelgratin-Portionen und feinsten Crèmeschnitten – ein Must für Gastronomen, welche auf die Schnelle ihren Gästen feine Delikatessen servieren wollen.

Weltweit vernetzt, mit einem guten Riecher für innovative Produkte, vertritt die Delico AG mittlerweile über 400 Artikel auf dem Schweizer Markt.

Den Schweizer Markt mit japanischer Soja-Sauce erobert

Von den über 400 Produkten, welche Delico AG heute importiert und vertreibt, könnte man zahlreiche Artikel hervorheben. Dies würde aber den Rahmen dieses Beitrags sprengen. Eine besondere Geschichte steckt aber hinter jenem Produkt, das Delico seit 1999 in der Schweiz vertreibt. Eine «japanische Sauce» auf dem Schweizer Markt zu etablieren, löste anfänglich bei Beatrice und Alex Fürer wenig Begeisterung aus, war doch der Saucen-Markt damals schon ziemlich gesättigt. Als sie erfuhren, dass es sich bei der «japanischen Sauce» um die weltbekannte Sojasauce von Kikkoman handelte, waren sie gerne bereit, in umfangreiche Verhandlungen mit Kikkoman Europa einzutreten. Delico AG wurde mit der Exklusiv-Vertretung der Kikkoman Produkte für die Schweiz betraut. Mit dem international bekannten Zürcher Starkoch Jacky Donatz und den vier damaligen Spitzenköchen Reto Mathis (Restaurant Corviglia St. Moritz), Stefan Meier (Rathauskeller Zug), Armin Amrein (Bürgenstock-Hotels) und Franz W. Faeh (Grand Hotel Park Gstaad) sorgte Delico für eine professionelle Bekanntmachung von Kikkoman in der Schweiz. «Bis dahin konzentrierte sich Delico hauptsächlich auf den Vertrieb von Tiefkühlprodukten. Das änderte sich ab diesem Zeitpunkt, weitere lang haltbare Produkte fanden den Weg in unser Sortiment», betont der heutige CEO Matthias Fürer diesen wichtigen Meilenstein in der Geschichte des Familienunternehmens.

«Diese neuen Beziehungen führten zu erfolgreichen Generalvertretungen mit Detailhandelsprodukten, Gastronomie-Erzeugnissen und Halbfabrikaten für die Verarbeitung in der Lebensmittelindustrie.»

Alex Fürer, Gründer der Delico AG, Gossau

Erfahrung, Mut und Geschäftssinn: Eigenschaften, die sowohl Vater Alex als auch Sohn Matthias Fürer in sich vereinen.

Es sind Erfahrung und Mut, immer wieder Neues zu wagen, welche Delico in den letzten vier Jahrzehnten so erfolgreich machten. Dies gilt nicht nur für das Gründerpaar, sondern ebenso für Sohn Matthias Fürer. Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität St. Gallen und nach mehreren Jahren bei Kuoni AG, C&A, Roche in Basel und dreijähriger Tätigkeit in führender Position bei Roche Mexiko kam er 2002 in das Familienunternehmen und wurde einige Jahre später vom Verwaltungsrat zum CEO ernannt. Damit trat er in die Fussstapfen seiner Eltern. Beeindruckend ist, dass er heute zusammen mit seinem Team den Schweizermarkt mit über 400 Artikeln aus 22 Ländern erfolgreich bearbeitet. Darunter sind bekannte internationale und einheimische Markenprodukte wie Peppadew, Rufus Teague, Beyond Meat sowie Baergfeuer und Alpstein Essig. «Unser Ziel ist es, Bedürfnisse unserer Zielgruppen zu erkennen und diese mit besonderen Nischenprodukten zu befriedigen», erläutert Delico-Chef Matthias Fürer.

Dank ihrer internationalen Vernetzung und langjährigen Erfahrung weiss Delico, worauf es ankommt, damit ein Produkt auf dem Schweizer Markt erfolgreich sein kann. «Wir kennen und bearbeiten den Schweizer Lebensmittelmarkt seit 40 Jahren und verfügen über enge Beziehungen zu den wesentlichen Akteuren im Detailhandel, in der Gastronomie und in der Lebensmittelindustrie. Unsere Schlüsselfaktoren sind Qualität, kontinuierliche Verfügbarkeit und wettbewerbsfähige Preise zu gewährleisten», betont Matthias Fürer gegenüber GOURMET.

«Bis dahin konzentrierte sich Delico hauptsächlich auf den Vertrieb von Tiefkühlprodukten. Das änderte sich mit der Kikkoman Sojasauce, weitere lang haltbare Produkte fanden den Weg in unser Sortiment.»

Matthias Fürer, CEO der Delico AG

Heute bewältigt Delico von der Beschaffung über den Import, die Logistik und Distribution bis hin zum Vertrieb und Marketing alles und will möglichst wenig Abhängigkeiten, um zeitnah und flexibel auf den Markt reagieren zu können. Veränderungen sind unumgänglich, um in einem herausfordernden Marktumfeld nachhaltig erfolgreich zu bleiben und die ambitionierten Wachstumsziele auch in Zukunft zu erreichen. Deshalb agiert Delico beispielsweise mit eigenen Lagern und kann ihre Partner aus Gastronomie, Handel und Industrie jederzeit flexibel beliefern mit ganzen Lastwagen, palettenweise oder in Kleinstmengen und garantiert so eine lückenlose Distribution für alle Produkte in der Schweiz.

Familiär, freundlich und gleichzeitig hoch professionell

Unter Matthias Fürer hat sich die Unternehmensführung in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark professionalisiert. In ihrem Fundament nach wie vor ein Familienunternehmen, agiert Delico AG dank klaren Strukturen und Abläufen wie ein Grossunternehmen, zum Beispiel in Sachen Controlling. «Ein solches war mir von Anfang an sehr wichtig. Dank den ermittelten Quartalszahlen können wir Vergleiche über Jahre anstellen und schnell reagieren, falls ein Geschäftszweig wegfallen sollte», sagt Matthias Fürer. Die Corona-Krise habe gezeigt, dass das Unternehmen in der Vergangenheit richtig agierte und zukunftsorientiert arbeitete. Die frühe Digitalisierung machte es möglich, innert Kürze auf Homeoffice umzustellen und dem Alltagsgeschäft ohne Einschränkungen nachzugehen. Kurzerhand richtete das Unternehmen zudem einen Online-Shop ein, um den Kunden in Zeiten des Lockdowns eine Alternative zu bieten.

Professionell, flexibel und familiär: Das ist es, was Delico prägt. Mitarbeitende, die mit unterschiedlichem Background viel Erfahrung und Wissen einbringen. «Ich wollte immer mit Mitarbeitenden zusammenarbeiten, die in ihrem Bereich besser sind als ich. Ich kann und muss nicht alles wissen, sondern die richtigen Personen im richtigen Bereich einsetzen. Dank ihnen kann ich mich als CEO auf strategische Ziele konzentrieren und Kontakte zu Handelspartnern pflegen, im Wissen, dass der ‹Karren› auch ohne mich läuft. Delico ist kompromisslos in

Sachen Qualität. Damit die Kunden stets das bekommen, was ihnen versprochen wird, hält Delico hohe Standards ein und lässt sich diesbezüglich auch extern überprüfen. Seit Dezember 2016 ist das Unternehmen FSSC 22000 zertifiziert und seit Oktober 2019 IFS Broker», erklärt Matthias Fürer.

Den Blick stets in die Zukunft gerichtet

«Wir wollen immer einen Schritt voraus sein. Nur so können wir auf die Herausforderungen des Marktes reagieren und damit die Bedürfnisse unserer Kunden erkennen», betont Matthias Fürer. Denn nur wenn man die Kunden richtig verstehe, könne man mit dem entsprechenden Angebot reagieren und so stetig und gezielt wachsen. Der Delico-Chef lässt sich im Gespräch entlocken, dass demnächst weitere spannende Produkte auf den Schweizer Markt kommen werden. «Wir haben Produkte in der Pipeline im Bereich Near Food. Artikel des

persönlichen Bedarfs, etwa Pflegeprodukte», sagt Matthias Fürer und ergänzt mit einem Lachen: «Massenfähige Nischenprodukte sind es, die uns antreiben.» Man darf gespannt sein.

Meilensteine in der Geschichte des Familienunternehmens Delico AG, Gossau

  • 1984 lanciert die Delico AG tiefgekühlte Apfelküchlein im Schweizer Detailhandel. Bis heute sind diese, wie auch die Windbeutel, beliebte Schweizer Genussartikel, die sowohl im Detailhandel wie auch im Grosshandel erhältlich sind.
  • 1995 erweitert Delico ihr Sortiment mit innovativen Halbfabrikaten wie tiefgekühlten Pizzaböden und Teigplatten aus Italien, bestimmt für Lebensmittel Produktionsbetriebe und Gastronomie.
  • Die Übernahme der Generalvertretung der japanischen Marke Kikkoman in der Schweiz bedeutet für den Gossauer Familienbetrieb ein grosser Schritt in der Firmengeschichte.  Kikkoman ist Weltmarktführer für Sojasaucen.  Auf dem Schweizermarkt entwickelte sich Kikkoman Sojasauce zu einem beliebten Produkt in der Privat- und Profiküche.
  • Generationenwechsel im Familienunternehmen Matthias Fürer tritt 2002 nach seinem Studium der Wirtschafts-, Rechts- und Sozialwissenschaften an der Universität St. Gallen und mehreren Jahren bei Kuoni AG, C&A, Roche in Basel und Mexiko in die Delico AG ein. Nach einigen Jahren ernannte ihn der Verwaltungsrat zum vollverantwortlichen CEO.
  • Mit Delicool startet Delico einen eigenen Brand für Tiefkühlspezialitäten in den Bereichen Apero, italienische Küche, Beilagen und Dessert. Das grosse Sortiment an bewährten und innovativen Convenience-Produkten überzeugt die Gastronomie – von Take-away- bis Gourmet-Betrieben.
  • Dank der positiven und dynamischen Unternehmensentwicklung unter CEO Matthias Fürer beschäftigt Delico heute 17 Mitarbeitende. Die starke Entwicklung bedingte die Ausdehnung der Büroräumlichkeiten auf die Nachbarliegenschaft.
  • 2017 übernimmt Delico die operativen Geschäfte der Schwesterfirma Gemperli AG und erweitert so ihre Geschäftsfelder in den Bereichen Commodities mit  Schwerpunkten Frucht- und Gemüsekonserven, Trockenfrüchten sowie Nüssen.
  • Delico AG will in einem schnelllebigen und umkämpften Markt stets vorne mithalten und agiert deshalb zukunftsgerichtet. Alle Abläufe werden laufend überprüft und angepasst. Delico ist IFS Broker zertifiziert. Das bestätigt, dass Delico als Händler und Distributor die rechtlichen und kundenspezifischen Anforderungen in Bezug auf Prozesse und Dienstleistungen hinsichtlich Produktequalität und -sicherheit erfüllt.

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Delico AG

Bahnhofstrasse 6

9200 Gossau

Tel. 071 388 86 40

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